Sozial, was ist das?

Unsere Kinder sind bewusst sozial erzogen worden, dass heißt - Nächstenliebe, Mitgefühl, Gerechtigkeit und naturverbunden. Ja sogar Pflanzen haben so etwas wie eine Seele haben unsere Kinder eines Tages festgestellt. Erst im Kindergarten und nachher natürlich in der Schule, wurden sie mit unsozialem Verhalten konfrontiert, was für sie nicht immer leicht war und ich mir schon Vorwürfe gemacht hatte dass ich sie zu sehr in einem Glauben einer heilen Welt gelassen hatte. Erst im vierten Schuljahr lernten sie durch die harte Realität sich durch zu setzen. Als sie noch kleiner waren und sich schwach fühlten war es oft die Flucht nach Hause wo, sie sich retten konnten. Zumal die Dorfschule nur ein paar Häuser entfernt lag.
Wieder einmal wurde meine
kleine Tochter ( 1. Schuljahr )
auf dem Schulhof verprügelt
und war dabei auch noch
schlimm gestürzt. Jedoch niemand hatte sich um sie gekümmert, auch eine Lehrkraft nicht. Zudem hatten die anderen Kinder sich vor ihr aufgebaut und sie ausgelacht, weil sie weinte und nicht aufstehen oder wollte vor Schmerzen. Sie tat das Logische, rappelte sich auf und rannte heulend nach Hause. Ich schaute mir ihre schmerzhaften Stellen an und war schockiert. Das sah böse aus. Als ich das Kind einigermaßen beruhigt hatte und verarztet hatte, machte ich mich auf den Weg zur nahen Schule um ihre Schultasche nach zu holen. Das Unglück dort war, dass die Lehrkraft die in ihrer Klasse gerade Unterricht gab, auch eine war, die ich schon länger auf meinem Plan hatte durch ihr unmögliches Verhalten den Kindern gegenüber. So viel das Ganze weniger diplomatisch aus, als es sonst der Fall gewesen wäre. Nach meinem Eingangs noch höflichem "guten morgen", als ich die Klasse betrat, wurde die dortige Lehrkraft sofort mehr als unverschämt mir gegenüber.  Lauthals schrie sie mich an, bevor ich auch nur ein Wort weiter sagen konnte " Was fällt ihrer Tochter eigentlich ein die Schule unerlaubt zu verlassen? Glauben sie eigentlich dass sich ihr Kind alles erlauben kann? In ihrer Erziehung haben sie wohl den Gehorsam gänzlich außer acht gelassen! " Das ging eine ganze weile so weiter, mit einer überaus schrillen Stimme die mir tierisch auf den Nerv ging und das Fass zum überlaufen brachte. Um sie ab zu stellen rief ich einfach nur einmal laut " Ruhe "! Und siehe da, sie war augenblicklich still. Eine Wohltat für meine Ohren. Bevor sie sich von diesem Schreck wieder erholt hatte, wies ich sie mit scharfen Worten folgender maßen zurecht:" Sie scheinen zu vergessen, dass sie kein Schulkind vor sich haben und erbitte mir sofort einen anderen Ton aus. Soviel zu dem Gehorsam. Außerdem, wen ich in die Schule komme um die Sachen meiner kleinen Tochter ab zu holen, ohne sie selber mit zu bringen, weil sie die Schule unerlaubt verlassen hat, dann wird das seinen Grund haben. Und wenn ausgerechnet sie von Erziehung sprechen, wäre es doch wohl angebracht den Kindern soziales verhalten beizubringen, damit nicht die Schmerzen eines anderen Kindes in dieser Schule zu einem Lacherfolg werden. Selbst die Aufsichtslehrkräfte scheinen keine Veranlassung zu sehen dieses zu unterbinden oder sich um ein verletztes Kind zu kümmern. Denken sie mal darüber nach ob das Benehmen der Lehrkräfte an dieser Schule, die ein Vorbild sein sollten, nicht mehr als überholungsbedürftig zu sein scheinen." Nahm die Tasche meiner Tochter und verließ die Klasse mit einem überaus höflichen " einen schönen Tag noch ." Zuhause angekommen brauchte ich nicht lange zu warten, als der Klassenlehrer meiner Tochter auftauchte. Ich war noch voll in Fahrt, so begrüßte ich den ansonsten von mir geschätzten Mann mit den Worten:" Wenn sie im Auftrage einer gewissen Lehrkraft hier sind dann möchte ich das Gespräch sogleich für beendet erklären, denn ich bin es gewohnt mit der jeweiligen Person der es angeht selber zu reden." Er war etwas geschockt, denn so kannte er mich bis dato gar nicht. Als er sich wieder etwas gefasst hatte erkundigte er sich erst mal nach dem Zustand meiner Tochter. Auch er war entsetzt wie zugerichtet sie war. Sie schilderte ihm den Vorfall auf dem Schulhof und ich mein Gespräch in der Klasse mit dieser besagten Lehrkraft. Das Ganze endete damit, dass er uns sein großes Bedauern aussprach und meiner Tochter erst mal gute Besserung wünschte. In der Schule selber wurde seit diesem Vorfall mit äußerster Vorsicht behandelt. Aber eines hatte ich mir vorgenommen, ich würde nun anfangen auszufegen dort. Und mein Besen hatte eine gute Lehrkraft. Das Ganze endete damit, dass er uns sein großes Bedauern aussprach und meiner Tochter erst mal gute Besserung wünschte. In der Schule selber wurde seit diesem Vorfall mit äußerster Vorsicht behandelt. Aber eines hatte ich mir vorgenommen, ich würde nun anfangen dort auszufegen. Und mein Besen hatte eine gute Qualität, so dass er noch einiges aushalten würde._
Nachwort
Ich könnte von Erlebnissen dieser Ar noch ein ganzes Buch füllen, dennoch möchte in hiermit einen Schlußstrich ziehen, um mich nicht weiter während des Schreibens runter zu ziehen. Denn mitlerweile habe ich neue Nachbarn und bekomme nicht mehr das Grauen wenn ich auf der Terasse liege im Sommer, sondern kann dieses in erholsamer Manier tun. Meine Kinder sind erwachsen, wohnen in der Stadt und führen ein gutes und ruhiges Leben mit überaus netten Freunden, die auch bei uns gerne gesehen sind. Manchmal sehe ich noch Ulla, die immer noch begierig zu den anderen nachbarn kommt um Neues zu erfahren , damit sie nichts verpasst. Heute empfinde ich Mitleid mit dieser Person und denen die ihr so ähnlich sind. Aber auch Mitleid mit ihrem gehörnten Mann, der auch sich hin und wieder hier einfindet um sich bei dem einen Nachbarn ein wenig den Frust von der Seele zu reden. Gut das es uns gut geht!!!! Auch wenn Krankheit sich im Alter eingeschlichen hat, kann ich doch mit Fug und Recht behaupten, dass ich ein schönes, friedliches Leben führe, stolz auf meine Töchter sein kann und über echte Freunde ( nicht im Dorf ) verfüge.
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