Der Schulelternrat
Unsere zweite Tochter war geboren und die Große bereits in der Dorfschule. Prompt wurde ich zum Schulelternrat gewählt, aber keinesfalls vor Begeisterung seitens meiner Person, sondern vielmehr da diese Position nicht sehr beliebt zu sein schien. Ich jedoch bildete mir ein, nun endlich etwas in der Schule bewegen zu können, was meines Erachtens im Argen lag. Zum Einen war da der Schwimmunterricht der perse im Freibad stattfand, ungeachtet jedweder Wetterlage. Zum Anderen das Auftreten eines Lehrers in dieser Schule, der meiner Meinung nach den Titel " Pädagoge " nicht führen durfte. Bei dem ersten Problem wurde mir vom Rektor versichert, dass es unmöglich sei einen Platz in einer Schwimmhalle in der Nähe zu bekommen. Ich telefonierte eine ganze Woche herum, mit dem Schulrat, Sportamt und Schwimmbädern, und siehe da, ein Platz war gefunden. Zum zweiten Problem gehört wie schon erwähnt ein Lehrer, erklärend sei noch ausgeführt, dass er ein solches Organ besaß, dass man es in allen Gängen der Schule hören konnte, wenn er Unterricht gab. Zudem der Meinung war zotige Namen für seine Schüler erfinden zu müssen und diese auch dann damit im
Unterricht so anzusprechen,
wie z.B.: Fettwanst, Segelohr
und Ähnliches. Ebenso Schüler
die etwas länger brauchten um
eine Matheaufgabe zu begreifen,
als totalern Dummkopf hinzustellen. Da es mir unverständlich war, dass diese Tatsache nur mich aufregen würde, startete ich eine Umfrage bei Eltern sowie Schülern bezüglich dieser Lehrperson. Resultat war, dass viele Kinder Angst vor der Schule hatten, sich zurückzogen und auffällig wurden. Dann hörte ich mir vor der Klassentür eine Unterrichtstunde dieses Herrn an, um mir eine endgültige Meinung zu bilden, und war mehr als entsetzt was da abging. Als ich diesen unhaltbaren Zustand dem Rektor darlegte, bekam ich zur Antwort, dass dieses Problem keinesfalls neu sei, doch bis jetzt hätten sich alle damit abgefunden so wie es nun mal ist. Außerdem sei dieser Lehrer ein persönlicher Freund von ihm und er könne mir versichern, dass er auf privater Ebene ein sehr netter Mensch sei. Ich war ziemlich sprachlos nach dieser Aussage. Meine Bemühungen mit der gesamten Elternschaft nun gegen diesen Lehrer vor zu gehen, schlugen ebenfalls fehl. Mir wurde seitens der Eltern mitgeteilt, dass sie damit nichts zu tun haben wollten, da sie ebenfalls ihn als Kind zum Lehrer hatten und immer noch Angst vor ihm verspürten. Ebenso meinten sie, dass es doch keinen Sinn hätte und es nur auf dem Rücken der Kinder ausgetragen würde, deren Eltern daran beteiligt waren. Argument Ende.  Auch hatte ich langsam den Eindruck dass sie mehr Angst vor meinem Tun hatten als vor diesem Lehrer. Seitens des Rektors bekam ich auch bald mitgeteilt, dass der Schwimmunterricht " nicht " in der Halle stattfinden würde, da diese Schule keine Neuerungen benötige. Von einer Nachbarin erfuhr ich, dass eine Versammlung des Elternrates einberufen wurde zu der ich nicht geladen hatte und auch nicht geladen worden war. Eine Woche danach wurde dann wieder ( auch ich ) zu einem Sprechtag geladen, wo eine erneute Wahl des Elternrates stattfand, wo man mich natürlich abwählte. Die Moral von der Geschichte -- Schuster bleib bei deinen Leisten, lasse die anderen doch barfuss gehen ---.  _
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